Droht eine neue Abmahnwelle für Onlinehändler?

Abmahnungsbrief für Onlinehändler Für alle Onlinehändler tritt eine neue Informationspflicht in Kraft. Jeder, der über das Internet Kauf- oder Dienstleistungsverträge anbietet, muss ab dem 9. Januar auf seiner Website einen Link zur Online-Streitbeilegungsplattform der EU angeben. Das Problem jedoch ist, dass diese Plattform noch gar nicht existiert.



Wozu dient diese Plattform?

Für den Kunden werden mehr Mittel zur Onlinestreitbeilegung gegeben und sollen somit mehr Vertrauen schaffen. Bei Streitigkeiten in denen Kunden gegen einen Onlinehändler vorgehen wollen, als auch bei Streitigkeiten in denen ein Onlinehändler gegen einen Kunden vorgehen will, soll die EU-weite und zuverlässige OS-Plattform als Beratungsstelle dienen. Dem Konsumenten wird die Möglichkeit gegeben, Beschwerde einreichen zu können.

 

Link für die Online – Streitbeilegung noch nicht vorhanden!

Die EU-Verordnung für die Infopflicht gilt ab dem 09.01.2016 für alle Onlinehändler. Das Problem: Die zu verlinkende Plattform ist an dem Tag an dem die Verordnung in Kraft treten soll noch nicht vorhanden, sie soll erst ab dem 15. Februar 2016 vollständig zur Verfügung stehen.

 

Wie kann ich dieses Problem vorläufig umgehen?

Laut shopbetreiber-blog.de sollte man bis zum endgültigen Erscheinen der Online-Streitbeilegungsplattform folgenden Hinweis im Impressum oder beispielsweise in den AGB unter dem Punkt “Beschwerdeverfahren” übernehmen:

Die Europäische Kommission stellt demnächst eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit. Den Link werden wir an dieser Stelle veröffentlichen, sobald die Plattform existiert.”

Erfüllen Onlinehändler diese Pflicht nicht, sind wettbewerbsrechtliche Abmahnungen die Folge.

 

Weitere Gründe für Abmahnungen und wie Sie diese vermeiden können

Einer der häufigsten Ursachen für Abmahnungen sind fehlende Informationen im Impressum. Zu allererst, sollte der Onlinehändler dieses für den Kunden leicht zugänglich machen. Neben dem Vor- und Nachnamen, müssen im Impressum eine ladungsfähige Anschrift, eine schnelle Kontaktmöglichkeit (E-Mail Adresse, Telefonnummer, Faxnummer) wie auch das Handelsregister und die Registriernummer angegeben werden. Des Weiteren stellen auch fehlende Angaben in den AGB, sowie nicht vorhandene oder gar falsche Verbraucherinformationen für den Onlinehändler ein Problem dar.

Natürlich ist die Liste für die Richtlinien und Vorschriften im Onlinehandel viel länger. Wenn sie Fragen zu einem ordnungsgemäßen und rechtssicheren Webauftritt haben, stehen wir Ihnen unverbindlich zur Verfügung!

 

Quellen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorsicht-Abmahnung-Haeufige-Fehler-im-Online-Handel-1108218.html

http://www.shopbetreiber-blog.de/2015/12/29/verbraucherschlichtung-neue-infopflichten-ab-9-januar-2016/