Sieben Regeln beim Webdesign

Ein Interessanter Artikel aus dem Wirtschaftsmagazin der IHK vom September 2011 den wir unseren Kunden nicht vorenthalten wollten.

1. Kein Browserspezifisches Webdesign

In der Vergangenheit versuchte jeder Browser-Hersteller, seinen eigenen Standard durchzusetzen. Besonders Microsoft erweiterte die Funktionen seinens Internet Explorers, um Marktanteile zu gewinnen. Viele Webdesigner haben daraufhin diese erweiterten Funktionen in die Programmierung übernommen. Das führte dazu, dass für einen einzelnen  Browser “optimierte” Webseiten mit anderen Browsern schlecht aussahen oder gar nicht dargestellt werden konnten. Gutes Webdesign bezieht daher jeden gängigen Browser ein. Abhilfe ist in Sicht: Der zukünftige Standard HTML5 berücksichtigt sowohl die Einbettung von Nultimedia-Content als auch die Verwendung verschiedener Browser.

 

2. Keine Frames

Frames waren am Anfang des Internets beliebte Gestaltungselemente. Jedoch sollte der Betreiber auf sie im Sinne modernen Webdesigns verzichten. Sie führen zu unkorrekten Ergebnissen bei der Indizierung durch Suchmaschinen und verhindern die Anmeldung bei Sozialen Netzwerken wie Facebook, Digg oder Flickr.

 

3. Keine Splash Screens

Sogenannte Splash Screens sind Bildschirminhalte, die beim Laden von Programmen erscheinen, um die Wartezeit zu reduzieren und zu zeigen, dass die Anwendung aktiv ist. Bei Programmen ist das sinnvoll. Webseiten sollte auf Splash Screens oder Intros verzichten, da sie den Betrachter Zeit kosten.

 

4. Keine Manipulation bei der Suchmaschinenoptimierung

Dringend abzuraten ist von Black Hat SEO. Unter diesem Begriff fallen Methoden für eine hohe Listung unter Umgehung der Richtlinien der Suchmaschinenanbieter. Die Konsequenzen sind schwerwiegend: Suchmaschinenbetreiber wie Google können die Web – Präsenz auslisten oder im Ranking nachrangig listen, was sich negativ auf die Platzierung der Web – Site auswirkt.

 

5. Werbeeinblendungen in Maßen

Für einen Web-Site-Betreiber ist es verlockend, seine Internetpräsenz zu Werbezwecken zur Verfügung zu stellen. Dabei gibt es viele verschiedene Werbeformen, gegen die nichts einzuwenden ist. Die Geduld der Betrachter sollte allerdings nicht allzu sehr auf die Probe gestellt werden. Ganzseitige Layer – Anzeigen, womöglich noch mit geschickt verstecktem Button zum Schließen, sollten tabu sein. Sie sind ein Ärgernis , lenken von der eigentlichen Botschaft der Web-Site ab und wirken penetrant.

 

6. Optimierung bei Streaming Media

Nicht jeder Betrachter verfügt über eine schnelle Internetverbindung. Zwar ist DSL mittlerweile Standard, doch sind immer mehr mobile Geräte über UMTS oder das langsamere EDGE online. Wenn die Webseite über Multimediale Inhalte verfügt, sollte der Gestalter auf eine Auswahl von verschiedenen Auflösungen achten. Videos, die nicht flüssig laufen, frustrieren Zuschauer und führen zu Besuchsabrüchen.

7. Kein veralteter Content

Eine Webseite sollte oft besucht werden. Sie ist das Sprachrohr zur Internet Community. Es reicht nicht, sie zu erstellen und ihrem Schicksal zu überlassen. Sie muss leben. Ein professioneller Betreiber achtet auf die Aktualität der verlinkungen und des Inhaltes – Hinweise auf Veranstaltungen im letzten Jahr wirken Abschreckend.

 

Holger Gerlach, Senior Director Product Management Europe beim Mittelstandsexperten Verio, betont abschließend: “Eine Internetpräsenz ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Ein schlechter Auftritt schadet dem eigenen Ruf. Dessen muss sich der verantortliche Webmaster bewusst sein.”

 

Artikel wurde der Ausgabe September/2011 des Wirtschaftsmagazin´s der IHK Erfurt entnommen.